1977-1981

1977 Das Bildungsangebot ist sehr breit geworden. Die starke Konkurrenz der Massenmedien, die rasante naturwissenschaftlich-technische Revolution (insbesondere das aufkommende Informationszeitalter), die beginnende Freizeitgesellschaft und den Umbruch in der Familienstruktur führt zu einem veränderten Bildungsbedarf ebenso, wie zu einer stetigen Abnahme des ehernamtlichen Engagements der Mitglieder und Lehrkräfte. Zwar wächst die Zahl der Teilnehmer, aber die Bildungsmotivationen verschieben sich: Exotisches verdrängt heimatlich Gewohntes, Geselligkeit und Familie weichen der einzelnen Sinnsuche, Gesundheit und Fitness gewinnen an Bedeutung. Noch kann eine ehrenamtliche Organisation der vhs gewährleistet werden, aber man beginnt bereits über hauptamtliche Kräfte nachzudenken.
In den kommenden Jahren führt die vhs Studienfahrten und größere Studienreisen durch. Die Nachfrage ist groß, der verwaltungs-technische Aufwand ebenso. Immer wieder zeigt sich eine Diskrepanz zwischen den steigenden Ansprüchen der Teilnehmer an Qualität und Perfektion der Reisen, sowie den rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen, die von der ehrenamtlich arbeitenden vhs Geschäftsführung geschaffen werden können.
1979 Die Paten- und Partnerschaft mit der vhs Urania Ultental (St. Walburg) besteht seit 20 Jahren. Die vhs erkennt, dass eine ehrenamtliche Geschäftsführung in den nächsten Jahren nicht mehr möglich sein wird. Eine etwaige Kommunalisierung wird diskutiert, jedoch von vhs und politischer Seite abgelehnt.
1980 25.10. Die vhs feiert ihr 30jähriges Bestehen im Freizeitheim in Geisenbrunn. Thema des Festabends: „Erwachsenenbildung – was ist das?“ Am 11./12.10. findet im Pfarrsaal von St. Sebastian eine Ausstellung handwerklicher Kurse statt. Fritz Wauthier ist 2. Vorsitzender (7.11.) Kassenprüfer sind Dr. Metz und R. Stephan.Man schafft für Lehrzwecke einen PC an.
1981 1.1. Alfons Zimmer tritt nach 20 Jahren Tätigkeit als Geschäftsführer zurück. Er bleibt aber noch bis zum 31.3. als Berater tätig. Werner Müller, Oberstudienrat für Latein und Deutsch am Gymnasium Gilching, wird pädagogischer Leiter und übernimmt auch das Amt des Geschäftsführers. Unter der pädagogischen Leitung von Werner Müller befindet sich die vhs im Aufwind. Ein ungemein reichhaltiges Programm-Angebot bei gleichzeitiger straffer Verwaltungsregie und einer beginnenden technischen Rationalisierung prägt die Arbeit der vhs. Allerdings erhöht sich auch der Arbeitseinsatz. Werner Müller zur Seite steht Annemarie Brandes tätig. Sie hat schon seit 1979 mitgearbeitet. Mittlerweile haben 160 Mitglieder zur vhs gefunden. Die bisherige Aufteilung in Trimester wird auf Semester umgestellt. Ein neu angeschaffter Brennofen, Webrahmen und neue Nähmaschinen verbessern die Ausstattung im musischen Bereich.Der Filmkreis unter Leitung von Christoph Hahn kann nach der Spende eines Filmschneidegerätes nunmehr das reichlich vorhandene Material sachgerecht bearbeiten. Auch die Spiel- und Theatergruppe der vhs (Leitung Oliver Kübrich) tritt seit einigen Jahren mit Stücken in der Öffentlichkeit auf.
25./26.7. Die Teilnehmerinnen der Dirndlnähkurse (Leitung Elisabeth Geuder) stellen ihre neueste Kollektion vor.
Es gibt kaum nutzbare Unterrichts- und Büroräume für die vhs. Die sich abzeichnenden Finanznöte der Gemeinden werfen ein Licht auf die ungesicherte Existenz der vhs.. Und man sucht nach einem Geschäftsführer „... einer unverheirateten Person, die motiviert und unausgefüllt ist ...“



 

1982-1984
1974-1976

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