2002 war für die Arbeit der vhs ein erfolgreiches, aber auch schwieriges Jahr. Die Tätigkeit der vhs konnte inhaltlich gesteigert werden, aber bei den kommunalen Zuschüssen und der Raumsituation mussten empfindliche Einbußen hingenommen und bewältigte werden: Die Gemeinde Wörthsee kürzte ihre Zahlung von 8000 € auf 5000 € während des Jahres, mit Aussicht auf weitere Streichungen. Im Sommer wurde der vhs ihr Atelier im sogenannten „Wersonhaus“, Brucker Str. 11, durch Gemeinderatsbeschluss gekündigt. Zunächst war unklar, ob es überhaupt einen Ersatz geben würde. Dann billigte die Gemeinde die Anmietung und den Umbau ehemaliger Verkaufsräume direkt am Bahnhof. Dies und der komplizierte Umzug mit der kompletten Ausstattung der Werkräume im Wersonhaus-Haus mussten in kürzester Zeit geschehen, neben der üblichen Planung für das Herbst/Winter-Semester 2002/2003. Ende des Jahres hat die vhs Gilching das Atelier im Wersonhaus abgeben müssen. Nicht ganz adäquate Räume (z.B. schlecht beheizbar) wurden Am Bahnhof 6, gegenüber dem Gilchinger Bahnhof gefunden. Der Umzug in das neue Domizil im September/Oktober 2002 war mit einem großen zusätzlichen Arbeitsaufwand und Kosten verbunden. Zudem funktioniert der einzige Ölofen in den Räumen nicht zufriedenstellend... Kalte Räume sorgten für Teilnehmerschwund.
Im Falle des Erwachsenenbildungszentrums (EBZ) musste die vhs weitere 69 m2 einsparen, Abstriche an der Sternwarte wurden getätigt und auch das Planetarium fiel dem Rotstift zum Opfer. Mit einem neuen Gemeinderatsbeschluss wurde endgültig der Ausbau der Kellerräume im zukünftigen EBZ zu Werkräumen abgelehnt. 2002 hat die vhs ca. 385 m2 eigene Räume (davon ca. 40 m2 für Verwaltung, ca. 15 m2 für Sanitärräume und Lager), an vier verschiedenen Orten. Dies sind ca., 310 m2 für den Lehrbetrieb. Im zukünftigen EBZ soll sie an einem Ort, neuwertige Räume haben die ca. 600 m2 umfassen (davon ca. 75 m2 für die Verwaltung, ca. 120 m2 für Sanitärräume und Lager). Dazu kommt noch der Werkraum Am Bahnhof 6 (ca. 105 m2), der ab Herbst 2002 das Atelier im Wersonhaus ersetzt, dessen Anmietung allerdings auf 5 Jahre befristet ist. In Summe werden der vhs danach ca. 705 m2 zur Verfügung stehen, davon ca. 510 m2 für den Lehrbetrieb. Parallel verstärkte sich die Planungsphase für das zukünftige Erwachsenenbildungszentrum. Am 12. Juli 2002 konnte überdies das neue 51-cm Newton-Spiegelteleskop – Kern der zukünftigen Sternwarte – der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
2002 führte die vhs eine Podiumsdiskussion der Bürgermeisterkandidaten durch: 298 Teilnehmer wurden registriert. Die Themenbereiche Philosophie, Weltanschauung, Religion, Lebens- und Erziehungsfragen, Kunst verzeichnen einen deutlichen Zuwachs an Teilnehmern. Der allgemeine wirtschaftliche Niedergang, der Verlust öffentlicher und privater Investitionen zur Förderung der Weiterbildung kombiniert mit einer hohen Zurückhaltung der Teilnehmer und einem zunehmenden Sättigungsgrad führte zu einem überaus deutlichen Rückgang des Bedarfs im Fachbereich Computer.
Im Frühjahr/Sommer 2002 lautete das Semesterthema „Eiwelten – Die Kreativität der Kälte“ und im Herbst/Winter 2002/2003 „Terra Nueva – Südamerika, Kontinent der Wunder und des Wechsels“. Beides wurde sehr gut angenommen. Die vhs hofft, im zukünftigen EBZ mehr Gewicht auf die Semesterthemen legen zu können, z.B. durch Ausstellungen oder Vorträge im geplanten großen Vortragsraum. Die vhs spart weiter Personal- und Sachkosten ein beim Druck des Programmheftes und der Programmverteilung. Viele kleinere Veränderungen technischer und organisatorischer Art sorgten dafür, dass überall noch letzte Kosteneinsparungen möglich waren. Der Rationalisierungsgrad unserer vhs ist extrem hoch. Weitere Einsparungen können dann nur mehr beim Personal und der angebotenen Leistung erfolgen.
Zügig verläuft die Planung des EBZ, wobei die vhs erneut gezwungen war Abstriche an Räumen hinzunehmen, da Kosten gespart werden sollten. Am 5. Juli 2002 wurde erstmalig das neue 51-cm Newton-Spiegelteleskop der vhs Gilching der Öffentlichkeit präsentiert. Es wird in der zukünftigen Sternwarte der vhs untergebracht sein. Die Gemeinde Gilching finanzierte den Bau des Fernrohrs, der von der ehrenamtlich arbeitenden Astrogilde Fürstenfeldbruck & Gilching, insbesondere den Herren Dipl.-Ing. (FH) Martin Rietze, Dipl.-Ing. Gregor Jacobs und Dr. Michael A. Rappenglück ausgeführt wurde. Zahl der Mitglieder: 326 (31.12.2002).
|
|
|