mit Dr. Frank Henseleit, Mo, 01.03.10 und 08.03.10 18.30-21.30 Uhr
Dr. Henseleit stellte uns an diesen beiden Abenden bedeutende Werke der geometrischen und archaischen Zeit vor. Diese Zeit ist gekennzeichnet durch Symmetrie und Geschlossenheit.
Während aus der geometrischen Zeit kleinformatige Werke überliefert sind, die häufig als Weihegeschenke dienten, erscheinen in der archaischen Zeit häufig überlebensgroße Skulpturen. Diese sogenannten Kuroi und Koren, nackte Jünglings- und bekleidete Mädchenstatuen dienten häufig als Grabdenkmäler oder als Ausdruck aristokratischer Normen adeliger Familien. Sie sind die ältesten freistehenden Menschendarstellungen und folgen einem strengen Schema:
Die nackten Jünglingsstatuen sind frontal aufrecht wiedergegeben, mit vorgestelltem linkem Bein und leicht angezogenen herabhängenden Armen, deren Hände zur Faust geballt sind. Dies steht symbolisch für gebändigte Kraft.
Diese überlebensgroßen Figuren zeugen bereits von einer genauen Kenntnis der Anatomie und geben mit ihrem berühmten "archaischen Lächeln", einen ersten noch unbestimmten Ausdruck von Lebendigkeit wieder.
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