An der Ecke Gumpendorfer Straße und Lehargasse, befindet sich im 6. Wiener Gemeindebezirk Mariahilf das Café Sperl. Eröffnet wurde das Kaffeehaus 1880 unter dem Namen Café Ronacher durch Jacob Ronacher. Er verkauft es jedoch noch 1880 an die Familie Sperl, die es unter dem Namen „Café Sperl“ weiterführt.
1884 übernimmt die Familie Kratochwilla - Adolf Kratochwilla - das bestens eingeführte Kaffeehaus. Seit 1968 führt Manfred Staub das traditionsreiche Café Sperl erfolgreich fort. Das Kaffeehaus war und ist unter anderem Treffpunkt von Architekten, Malern, Musikern, Literaten. Es ist ein Ort, an dem man Zeit haben kann und sich Zeit nehmen darf für das Verweilen, Geniessen, Nachdenken, das Lesen, das Spiel, das Sinnieren und das Gespräch. Das Kaffeehaus ermöglicht eine „Auszeit“ in der Hektik des Alltags, die hilft Zwänge ein wenig los zu lassen, sich mehr auf sich selbst zu besinnen und wieder offener zu sein für Anderes und Andere. Das Kaffeehaus verkörpert in alter Tradition eine besonderere Weise Mensch zu sein und menschlich zu leben.
Foto: Dr. Michael A. Rappenglück, 2.1.2007, Nikon D100.
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